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  hirnwellen und bewusstsein  
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Kreativität ist ein Bewusstseinszustand (2)

3. Idee, Einfall, Eingebung:   »Output«  Awakened Mind

Ideen und Eingebungen kommen dann, wenn sich unser Unterbewusstes (Theta) wenigstens für einen Augenblick mit unserem Wachbewusstsein (Beta) verbindet. Dafür müssen gleichzeitig Alphawellen vorhanden sein, die eine Art Brücke zwischen Unterbewusstsein und der bewussten Wahrnehmung darstellen und dafür sorgen, dass die Informationen frei fließen können.



      Wachzustand        Awakened Mind
  »normaler« Wachzustand:
hochfrequente Betawellen
Awakenend Mind:
Beta, Alpha und Theta
optimaler kreativer Zustand
Informationen fließen frei


Auch im Traum, in Trancezuständen, im Halbwachzustand vor dem Einschlafen (hypnagogic state) oder beim langsamen Aufwachen (hypnopompic state) haben wir diese Kombination von Hirnwellen.

Oft wird der Fluss der Inspiration unterbrochen, wenn eine äußere Störung oder Ablenkung eintritt Dann produzieren wir hochfrequente Betawellen, die Alpha und Theta unterdrücken, dadurch »reißt der Faden«.

»Die Musik dieser Oper (Madame Butterfly) wurde mir von Gott diktiert, ich war nur derjenige der sie aufschrieb und an die Öffentlichkeit brachte.« Giacomo Puccini1

»Im allgemeinen kommt der Keim einer zukünftigen Komposition plötzlich und unerwartet...Er verwurzelt sich mit außerordentlicher Kraft und Schnelligkeit, bricht aus der Erde heraus, entwickelt Äste und Blätter und blüht schließlich. Ich kann den kreativen Prozess nur durch dieses Gleichnis beschreiben... Ich vergesse alles und benehme mich wie ein Verrückter; alles in mir beginnt zu pulsieren und zu zittern; kaum habe ich die Skizze begonnen, folgt ein Gedanke dem anderen. Oft weckt mich mitten in diesem magischen Vorgang eine äußere Unterbrechung aus meinem schlafwandlerischen Zustand....Wahrhaft schrecklich sind solche Unterbrechungen....Sie zerreißen den Faden der Inspiration.« Peter Tschaikowski2

»Ich drehte meinen Stuhl zum Feuer und nickte ein. Wieder tanzten die Atome vor meinen Augen. Dieses Mal blieben die kleinen Gruppen bescheiden im Hintergrund. Mein inneres Auge, geschult durch wiederkehrende Visionen dieser Art, konnte nun größere Strukturen von vielfältiger Gestalt erkennen; lange Reihen, manchmal enger miteinander verbunden; sich drehend und windend in schlangengleicher Bewegung. Doch schau! Was war das? Eine der Schlangen hatte ihren eigenen Schwanz ergriffen, und diese Form tanzte spöttisch vor meinen Augen. Wie blitzartig erwachte ich....Lassen Sie uns lernen zu träumen, meine Herren.« August Kekule (über seine Entdeckung des Benzolrings)3

Manchmal ist das innere Gefühl des »Richtigseins« so stark, dass die Überprüfung der Idee (Phase 4) tagelang verschoben wird. »Diese Tatsache [das Gefühl des Richtigseins] ist mir besonders bei Ideen aufgefallen, die mir morgens oder abends im Halbschlaf kamen« schrieb H. Poincaré4 .


4. Realitätsprüfung:   »Verfication«  Bring es in Beta!

Haben Sie sich schon einmal geärgert, weil Sie eine phantastische Idee schnell wieder vergessen haben?

Das Focus-Magazin berichtete, dass 76% aller kreativen Ideen außerhalb des eigenen Unternehmens entstehen, beim Faulenzen, Frühstücken, beim Sport oder im Auto. Es wurde jedoch auch festgestellt, dass 90% der spontanen Eingebungen verpuffen, weil sie nicht sofort umgesetzt oder aufgeschrieben (d.h. in den Betawellen verankert) werden!

In der Realitätsprüfung, durch Aufschreiben, Zeichnen oder Besprechen benutzen Sie Ihre Betawellen und speichern sie Ihre Idee so im Gedächtnis. Auch nach Meditationen oder Träumen können Sie so verhindern, das Erlebte wieder zu verlieren. Wenn Aufschreiben oder Besprechen nicht sofort möglich ist, können Sie sich einen »Anker«, ein Schlüsselwort oder Symbol merken, der Ihnen später hilft, sich an den Rest zu erinnern.


Kann man den kreativen Zustand erlernen?

Den kreativen Zyklus können Sie - je nach Projekt - in wenigen Minuten oder über einen längeren Zeitraum - Monate - durchlaufen. Möglicherweise wiederholen Sie den Zyklus mehrmals oder Sie befinden sich bei größeren Projekten an mehreren Stellen gleichzeitig.

Je flexibler Ihre Hirnwellen sind, d.h. je leichter Sie auf Alpha- und Thetawellen umschalten können, desto mehr Zugang haben Sie zu Ihrer Kreativität. Diese Fähigkeit lässt sich entwickeln und trainieren. Dadurch werden Sie unabhängiger von Zufällen, weil Sie kreative Zustände herbeiführen können, wann Sie es wollen (Hinweise finden Sie unter Workshops).


1-4 zit. nach Harman, Willis and Rheingold, Howard: Higher Creativity, Tarcher/Putnam, New York 1984,
         Übersetzung: Matthias Jacobi


 
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